Heimweh

Good bye from Cambridge

von Pascal am Samstag, den 14. Juni 2008

Wie berichtet habe ich ein Semester meines Studiums International Business in Cambridge verbracht und dort von Februar bis Juni gelebt. Nach nun 5 Monaten geht meine Zeit hier zu Ende, so dass ich am Flughafen Stansted nach einem Marsch mit ca. 45 Kilo eingecheckt habe und das Erlebte Revue passieren lasse. Es waren schöne Monate in denen ich viel Neues kennen gelernt habe, sowohl positiv als auch negativ.

Zunächst einmal ist das Wetter in London und Umgebung nicht immer so schlecht wie man vielleicht vermuten mag. Natürlich gab es Regentage bei denen es auch schon einmal auf meiner Fensterbank nass geworden ist. Innen wohlgemerkt. Das krasse Gegenteil erlebte ich dann Mitte Mai, wo es die bisher wärmsten Tage des Jahres in Deutschland und auch Britannien zu überstehen galt. Eine weitere positive Erinnerung war die Gastfreundschaft die ich hier erfahren durfte. Engländer sind meist zuvorkommend, dafür aber sehr unordentlich. Damit bin ich auch schon in der negativ Sektion angelangt. In den letzten Jahren gab es immer wieder Stimmen die sich über den „Teuro Euro“ beklagten. Bekanntlich ist Großbritannien bisher noch nicht der Einheitswährung beigetreten, aus unterschiedlichen Gründen, wie ich in der Veranstaltung Wirtschaftspolitik lernte. Somit bezahlen die Briten auch weiterhin gerne mit dem Pfund und das häufig und viel. Einfach alles ist hier umgerechnet teurer als in Good Old Germany, angefangen von bestimmten Lebensmitteln wie Fleisch, über Barpreise bis hin zu öffentlichen Verkehrsmitteln. Deshalb werde ich jedem, der sich in Zukunft über unsere Preise beschwert, raten ein halbes Jahr in England zu leben, um seinen Kostenbewusstsein zu stärken (oder auch nicht, denn schnell verliert man die Lust sich über jedes 4-Euro-Bier aufzuregen).

Alles in allem ist England, London, Cambridge etc. definitiv eine oder mehrere Reisen wert und man muss es gesehen haben. Ich bin hier um viele Erfahrungen reicher geworden und sehe viele Dinge nun aus einer anderen Perspektive. Trotzdem ist es zu Hause immer noch am schönsten, somit verabschiede ich mich mit einem „Good bye from London“, wie man in Wimbledon zu sagen pflegt.

Kommentarfunktion ist deaktiviert